www.retrieverarbeit.de
 

25.Oktober 2008

BLP (LCD) in Zellereith bei Rott am Inn
Prüfungsleiter: Wolfgang Schöning
Revierpächter: Manfred Reithmeier
Richter: Wolfgang Schöning
         Michael Schnittker
         Simone Neureuter-Eberhardt

NEU
Bericht von Marion Friedhoff

Am 25. Oktober 2008 begrüßten der Prüfungsleiter und Richterobmann, Wolfgang Schöning und seine Mitrichter Michael Schnittker und Simone Neureuter-Eberhardt zur BLP des LCD in Bayern: in Zellerreith bei Rott am Inn.
Alle fünf gemeldeten Hunde wurden zur Prüfung vorgestellt, allesamt Labrador in gelb, schwarz und braun.
Das Wetter behielt was es morgens versprach: es wurde ein herrlicher, sonniger Herbsttag mit idealen Arbeitsbedingungen für die Hunde.

Der Prüfungsmorgen begann mit den Wasserfächern, die an einer mit Schilfabschnitten durchsetzten Kiesgrube geprüft wurden. Alle Hunde lösten die an sie gestellten Aufgaben bei Schussfestigkeit und Verlorensuche mit Schwung und Freude. Ein Vierläufer war zusätzlich für das „Stöbern mit Ente“ gemeldet und arbeitete dieses Fach ebenfalls tadellos.

Bei der anschließend geprüften Haarwildschleppe im Wald ergaben sich nur bei einem Hund Schwierigkeiten. Wie die Richter anschließend berichteten war der Hund, der die Prüfung wegen Anschneidens wiederholte, auf dem Rückweg der Schleppe mitsamt Kaninchen lange im Wald verschwunden und kehrte erst nach etwa 20 Minuten ohne Kaninchen zurück. Auch wenn der Führer versuchte, die Richter von anderen Möglichkeiten zu überzeugen, bestätigte sich schließlich die naheliegende Vermutung, dass der Labrador sich abermals am Wild gütlich getan hatte, als der Hund den Richtern das gefressene Kaninchen vor die Füße würgte. Leider war die Prüfung damit für das Gespann beendet.

Die Freiverlorensuche im Wald zeigte die unterschiedlichen Arbeitsweisen der verbliebenen vier Hunde auf, die von zurückhaltendem Suchen im dichten Bewuchs bis hin zu sehr weiträumigem passionierten Stöbern reichten. Bei allen Vierläufern konnten die Richter aber erfreulicherweise positive Bewertungen vergeben.

Bei den nach der Mittagspause geprüften Gehorsamsfächern „Folgen frei bei Fuß“, „Ablegen“, „Leinenführigkeit“ und „Verhalten auf dem Stand“ (das ist die von der Korona mit großer Passion simulierte Treibjagd) zeigten die Vierläufer abermals ihre unterschiedlichen Temperamente und bisherigen Jagderfahrungen, aber bei allen Gespannen reichten die gezeigten Leistungen zum Bestehen der Anforderungen aus.
Alle Federwildschleppen auf Wiese und Feld wurden von den Hunden einwandfrei gearbeitet. Beim Anlegen einer Schleppe machte der Schleppenzieher ein Stück Rehwild hoch, das unter mehrmaligem Verhoffen quer über die Wiese und die frische Schleppe absprang. Souverän arbeitete der Hund anschließend die Schleppe aus und ließ sich weder auf Hin- noch auf dem Rückweg von der frischen Verleitung irritieren.

Als größter Knackpunkt erwies sich das letzte Prüfungsfach: das Einweisen.
Diese Disziplin verlangt vom Hund ein hohes Maß an Kontrollierbarkeit und Kooperationsbereitschaft. Das Bringen der beiden ausgelegten Stück Federwild in angekündigter Reihenfolge und innerhalb der vorgeschriebenen Zeit reicht nicht aus. Von den Hunden wird konkreter Gehorsam mit tatsächlicher Lenkbarkeit erwartet.
Mehrfache Ortswechsel waren nötig, bis für alle Hunde jeweils ein Geländeabschnitt mit Bewuchs in passender Höhe gefunden wurde.
Leider blieben in diesem Fach zwei Gespanne, die sich vorher im Prüfungsverlauf wacker geschlagen hatten, auf der Strecke.

Am Ende konnten sich nur zwei Führer mit ihren Hunden über eine bestandene Prüfung freuen:


Bonnie z Volarských Lesů (LR/H), 335 Punkte

Züchter: Štimová Ivana, Tschechien
Besitzer: Hugo Schafnitzel
Führer: Marion Friedhoff, München

Amelie-Plaisir de Plesse (LR/H), 285 Punkte
Züchter: Viola Bodenburg
Besitzer: Sabine Schreder
Führer: Sabine Schreder, Erding

Herzlichen Dank dem Revierinhaber Manfred Reithmeier, der die Prüfung interessiert begleitete und in seinem Revier nimmer müde neues, für die unterschiedlichen Fächer passendes Gelände fand!
Vielen Dank auch den drei LCD-Richtern, die sich mit Fachkompetenz und Herz zu jeder gezeigten Arbeit, jedem Hund und jedem Führer Gedanken machten und diese anschließend offen in der Runde besprachen und damit ihre Bewertungen begründeten.

Bilder unter "Galerie"

BLP

 

12./13. Juli 2008

1.Munich-Cup 2008 Working-Test LCD 

Erfolgreiche Premiere: Der 1. LCD Workingtest in Bayern


Richter
Die Richter v.l.:
Mark Bettinson, John Drury, Roger Tozer, Lynn & Malcolm Stringer
  
Foto: Beate und Thomas Schwarz

Bericht

Auswertung    



 

 

 




www.retrieverarbeit.de